September 2016


7. September 2016


Der unabhängige Denkmalrat der Freien und Hansestadt Hamburg spricht sich für die Erhaltung des Oberhafenquartieres aus

Dieses Ensemble ist das letzte erhaltene Beispiel eines großen Stückgut-Bahnhofs in der Region Hamburg. Bereits Ende August hatte sich der Verein der Denkmalpflege e. V. Hamburg in diesem Sinne geäußert.


8. September 2016


Die INITIATIVE OBERHAFEN stellt ihr Konzept der HafenCity Hamburg GmbH (HCH), Hamburg Kreativ Gesellschaft mbH (KG), der Kulturbehörde (KB), der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnungsbau (BSW) sowie Sprechern der Nutzer vor

Im Rahmen einer vierstündigen Sitzung wurden den Verantwortlichen zwei Aktenordner mit 77 Seiten Text, zahlreichen Plänen, Grafiken und Beispielen von erfolgreichen Kreativquartieren aus aller Welt übergeben und ausführlich erläutert. Anschließend gab es hinlänglich Gelegenheit zur Erläuterung und Diskussion.

Mithilfe von ehrenamtlich engagierten Experten aus den Bereichen Bauwesen, Kultur- und Kreativwirtschaft, Projektentwicklung und Rechtspflege wurde in diesem Konzept nachgewiesen, dass der Erhalt des gesamten Gebäudebestandes einschließlich der Gleishalle als historischer Ort baulich und wirtschaftlich möglich ist. Für die Gleishalle ist die Anlage eines offenen teilüberdachten Urbanen Gartens vorgeschlagen.

Auf Grundlage des Brandschutzkonzepts gibt es für Veranstaltungen eine klar definierte Zahl von gleichzeitigen Besuchern. Durch die Rückhaltung und Nutzung des anfallenden Regenwassers der Dächer in den äußeren Gleisbetten ist hier die Anlage dauerhafter und temporärer urbaner Gärten möglich. Auf diese Weise wird eine einmalige „Green Hall“ für alle Hamburger und Besucher der Stadt geschaffen. Angebote aus den Bereichen Gastronomie, Kunst und Kultur, dem Verkauf regionaler Produkte sowie der Nutzer. Außerdem ergänzen Spiel und Bewegung für Jung und Alt dieses Angebot. Gleichzeitig wird die Nutzung von regenerativer Energie sowie die Wiederverwendung der immer knapperen Ressource Wasser anschaulich demonstriert.

Die verantwortlichen Vertreter der Stadt Hamburg zeigten sich beeindruckt vom Umfang und der fachlichen Tiefe des Konzepts. Sie haben dessen wohlwollende und zügige Prüfung zugesagt. Bestandteil dieses Konzepts ist eine Verbesserung der Kommunikation und Einbeziehung aller vor Ort bereits ansässigen sowie für eine künftige Ansiedlung vorgesehenen Kreativschaffenden. Aus diesem Grunde wird in der kommenden Woche eine Informationsveranstaltung mit allen Verantwortlichen stattfinden, in dessen Rahmen noch einmal das Konzept vorgestellt, erläutert und diskutiert werden wird.

Für die Dauer der weiteren Durcharbeitung und Abstimmung dieses Konzepts wird kein Abbruch des Gleishallendaches erfolgen!

Alle anderen bisher geplanten Sanierungsmaßnahmen können sofort zügig durchgeführt werden. In der Regel bedeuten die vorgesehenen Sanierungsmaßnahmen nicht, dass die Mieter ausziehen müssen bzw. der Neubezug wesentlich später erfolgen wird. Die sich ergebenden Einschränkungen in der Nutzbarkeit werden auf die Fassaden beschränkt sein.

Das Konzept weist durch den Verzicht auf unnötige bauliche Maßnahmen ein erhebliches Einsparpotential nach, z. B. den Verzicht auf die Errichtung eines Löschwassertanks, den Verzicht auf den Abbruch der Gleishalle sowie den optischen Erhalt von Fenstern und Türen, die den industriellen Charme des Ensembles bewahren.

Voraussetzung für eine Finanzierung durch private Sponsoren ist eine längerfristige verlässliche Nutzungsüberlassung von Gebäuden bzw. Gebäudeteilen an eine noch zu gründende gemeinnützige Struktur, welche dauerhaft berechtigt ist, Spendenbescheinigungen auszustellen und die eingeworbenen Mittel im Sinne des Denkmalschutzes, der Kulturförderung und der Förderung bürgerschaftlichen Engagements einzusetzen.

Die INITIATIVE OBERHAFEN hält es für notwendig, bei der Auswahl der Nutzer ein effizienteres, gerechteres und für die Interessierten bzw. für die Öffentlichkeit nachvollziehbares Auswahlverfahren anzuwenden. Bei den Mietkonditionen, insbesondere bei der Miethöhe und bei der garantierten Vertragslaufzeit, sind vermehrt die unterschiedliche wirtschaftliche Leistungsfähigkeit sowie die jeweils erforderliche Investitionssicherheit der Mieter zu berücksichtigen. Leistungsfähigere Mieter können höhere Mieten zahlen, mit denen die Bausubstanz erhalten wird. Hiervon würde das gesamte Kreativquartier nachhaltig profitieren.

Wenn die Entwicklung des Oberhafenquartiers durch die öffentliche Hand ganz oder teilweise erfolgen soll, sind eine bessere Finanzausstattung sowie klarere Zuständigkeiten und Entscheidungsstrukturen erforderlich. Bereits während der Entwicklung des Kreativquartiers sowie der gesamten folgenden Zeit der
Bewirtschaftung sind sowohl ein Runder Tisch mit allen Betroffenen – einschließlich der INITIATIVE OBERHAFEN – als auch die Einsetzung eines Quartiersmanagers erforderlich. Dieser wird vor Ort angesiedelt, ist nicht mit einer städtischen Gesellschaft verbunden und kümmert sich ausschließlich um das bauliche Kreativquartier Oberhafen sowie die Nutzerwünsche. Die Kosten hierfür sollen auf die Mieten umgelegt
werden.Ein Kulturmanager kümmert sich um die kreative / kulturelle Nutzung des Kreativquartier Oberhafen. Langfristig wird die Unabhängigkeit von öffentlichen Mitteln für die nachhaltige Bewirtschaftung und die Erhaltung des Quartiers angestrebt.


9. September 2016


Frau Hahn stellt der HafenCity Hamburg GmbH (HCH) die konsolidierte Kostenschätzung der INITIATIVE OBERHAFEN für die Erhaltung der Gleishalle und die Sanierung der Hallen 2 und 4 vor

Die Erhaltung der Gleishalle und deren Nutzung als multifunktionaler Veranstaltungsort und als begrünte urbane grüne Halle ist günstiger als deren Abbruch und Entsorgung.

Bei der Sanierung der Hallen 2 und 4 gibt es wirtschaftlichere und den vorgesehenen Nutzungen eher entsprechende Lösungen, als die bislang geplanten Maßnahmen.

Eine Realisierung der Vorschläge der INITIATIVE OBERHAFEN statt den bislang geplanten Baumaßnahmen würde den Einzugstermin für die Nutzer nicht verzögern.


16. September 2016


Die INITIATIVE OBERHAFEN stellt ihr Konzept erstmalig allen Nutzern und Mietern des Oberhafens vor und diskutiert anschließend dessen Auswirkungen mit ihnen sowie mit den Vertretern der HafenCity Hamburg GmbH (HCH), Hamburg Kreativ Gesellschaft mbH (KG) sowie der Kulturbehörde (KB)

Im Rahmen der Vorstellung des Konzepts wurde herausgearbeitet, dass es aus bautechnischer und brandschutztechnischer Sicht keinen Grund für einen Abbruch der Gleishalle gibt. Die Errichtung eines Löschwassertanks ist nicht erforderlich und die Gleishalle aus den 1980er Jahren befindet sich in einem guten sicheren baulichen Zustand. Selbst wenn man die Halle in einen Veranstaltungsort für bis zu 3.600 Besucher umnutzen würde, ergäbe sich im Vergleich zu deren Abbruch Einsparungen in einem hohen 6-stelligen Bereich.

Die anwesenden Vertreter der HCH, KG und KB sichern eine umfassende Prüfung des Konzepts und gleichzeitige Erhaltung der Gleishalle zu. Unverzüglich soll eine Ergänzung der entsprechenden Bauanträge erfolgen, damit die Gleishalle als multifunktionaler Veranstaltungsort genutzt und auch die bislang nicht für eine Erhaltung der vorgesehenen Hallen saniert werden können.

Die INITIATIVE OBERHAFEN legt dar, dass die Erhaltung der Gleishalle und die vorgeschlagenen Änderungen für die Sanierung der Hallen 2 und 4 keine Verzögerung für den Beginn und die Durchführung der Sanierungsmaßnahmen bedeuten, folglich würden diese keine Auswirkungen auf die Vermietung und Nutzung der Hallen haben. Eine Sanierung von Fenstern, Türen und Dächern wird üblicherweise im bewohnten bzw. gewerblich genutzten Zustand durchgeführt.

Unmittelbar nach der Herstellung der Anschlüsse für Energie und Medien, können die Hallen vermietet und bezogen werden. Diese Arbeiten können unverzüglich begonnen werden.

Die Leistungen für die Sanierung von Teilen der Halle 2 und 4 sind zwar schon ausgeschrieben und submittiert worden, die den Bauverträgen aber zugrunde liegenden Vertragsbedingungen lassen jedoch eine kurzfristige weitgehend kostenneutrale Änderung des Bau-Solls zu.

Die von der INITIATIVE OBERHAFEN vorgeschlagene Ausführung der Trennwände in Kalksandstein-Bauweise, wäre nicht nur günstiger als die bislang vorgesehene Bauweise in Ortbeton und Trockenbauweise, sie würde auch etwaige Hochwasserereignisse besser überstehen, ließe sich gegebenenfalls auch leichter umbauen und hielte Belastungen beispielsweise durch Spiel und Sport besser stand. Auch ließe sich so den Erfordernissen des Lärmschutzes zwischen den einzelnen Anmietungen besser Rechnung tragen.

Den im Rahmen dieser Veranstaltung erstmalig vorgebrachten Einwand der KG gegen die Erhaltung des Hallendaches, dass es so zu einer Verdunklung der angrenzenden Anmietungen kommen würde, vermochte keiner der Nutzer folgen. Gegebenenfalls können im Rahmen der Dachsanierungen auch Dachoberlichter eingebaut werden.

Die anwesenden Vertreter der Behörden und städtischen Gesellschaften vermochten keinen verbindlichen Baubeginn bzw. Beginn der Nutzung zusagen. Über die Konditionen der Mietverträge – auf die die Nutzer schon teilwiese über zwei Jahre warten – wurden keine Aussagen getroffen.

Bislang konnte auch noch kein aktueller Plan der im Oberhafen angesiedelten bzw. vorgesehenen Mieter und Nutzer vorgelegt werden.

Die INITIATIVE OBERHAFEN und die Nutzer haben vorgeschlagen, dass als erste – wenig aufwändige – Maßnahme zunächst einmal das Oberhafen Quartier so ausgeschildert wird, dass ortsfremde Kunden, Besucher und Lieferanten sich leichter zurechtfinden und die im Oberhafen angesiedelten Unternehmen und Kreativschaffenden zielsicher anfahren können.

Aus Gründen der Verkehrssicherheit und zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit ist eine sofortige Instandsetzung der Außenbeleuchtung notwendig. Die dunkle Jahreszeit steht vor der Tür!


23. September 2016


Frau Hahn stellt der HafenCity Hamburg GmbH (HCH) die konsolidierte Kostenschätzung der INITIATIVE OBERHAFEN für die Erhaltung der Gleishalle und die Sanierung der Hallen 2 und 4 vor

Die Erhaltung der Gleishalle und deren Nutzung als multifunktionaler Veranstaltungsort und als begrünte urbane grüne Halle ist günstiger als deren Abbruch und Entsorgung.

Bei der Sanierung der Hallen 2 und 4 gibt es wirtschaftlichere und den vorgesehenen Nutzungen eher entsprechende Lösungen, als die bislang geplanten Maßnahmen.

Eine Realisierung der Vorschläge der Initiative Oberhafen statt den bislang geplanten Baumaßnahmen würde den Einzugstermin für die Nutzer nicht nach hinter verschieben.

Wir danken all unseren Unterstützern! Ohne Sie wäre die Erstellung des umfangreichen Konzepts, das zu dem ersten Erfolg führte, in der kurzen Zeit nicht zu schaffen gewesen.

Wir bitten auch weiterhin um Ihr Interesse und um Ihre Unterstützung, insbesondere bei der nun folgenden Realisierung.

Für die INITIATIVE OBERHAFEN

Dipl.-Ing. Andreas Bunk
Landschaftsarchitekt

1. Oktober 2016