„Abrissgegner legen Konzept zum Erhalt alter Gleishalle vor“

HAMBURGER ABENDBLATT, 3. September 2016

Hafencity. Im Streit um abrissbedrohte Teile des Künstlerquartiers Oberhafen endet das sechswöchige Moratorium mit einem Gegenvorschlag der Initiative Oberhafen. Demnach wird die Initiative, die sich gegen einen Abbruch der zentralen Gleishalle wehrt, der HafenCity GmbH am Donnerstag ein Alternativkonzept vorlegen. In diesem soll aufgezeigt werden, wie die Halle trotz Brand- und Schallschutzauflagen kostengünstig erhalten werden kann. Die Hafencity GmbH schätzte die Mehrkosten eines Erhalts auf etwa 1,5 Millionen Euro und begründete damit den Abriss.
Die Initiative habe für ihr Anliegen große Unterstützung erfahren – auch aus Hamburger Behörden. Unter anderem knüpfen die Abrissgegner große Hoffnungen an zweckgebundene 600.000 Euro für den Oberhafen aus Bundesmitteln. Die HafenCity GmbH hatte zuvor konkrete Finanzierungsvorschläge für einen Erhalt gefordert. Grundsätzlich beabsichtigt die Stadt, die drei Schuppen am östlichen Rand der HafenCity als Künstlerquartier zu sanieren. Mit der Modernisierung, die im ersten Abschnitt 3,9 Millionen Euro kostet, sollen aber auch Abrisse erfolgen.
Tag des Oberhafens: Sonntag, 4. September, 12 bis 18 Uhr, Stockmeyerstraße
(nib)